Ich habe jetzt schon in mehreren Läden die Zeitschrift "Zuerst!" ausliegen sehen. Ich habe gehört, dieses neues Blatt versucht eine Art "Bindeglied" zwischen der konservativen und der extremen Rechten herzustellen. Meine Frage teilt sich in zwei Teile: 1.) Wer weiss mehr über diese Zeitschrift? und 2.) Wenn sie ein "Bindeglied" sein sollte, es dort drin also auch rechtsextreme Positionen gibt- was kann man gegen das Auslegen bzw. gegen den Verkauf dieser Zeitschrift tun?
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ZAPP: Das neue rechte Magazin "Zuerst" ndr.de
Das neue rechte Magazin "Zuerst" ndr.de
Ein "Hauch von denunziatorischem Eifer" - Nachrichtenmagazin "Zuerst!" spaltet Deutschlands Rechte endstation-rechts.de
Rechtes Monatsblatt: Medienkonzern übernimmt Vertrieb npd-blog.info
Im großen und ganzen sollte das Magazin eine Brücke sein, um rechtes Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Den rechtsextremen Themen oder Thesen soll die Brisanz genommen werden und da wo die Mitte oder Konservative sich angesprochen fühlen, kann oder darf man doch keinen Rechtsextremismus vermuten!? Ob das gelingt, hängt natürlich ganz von der Gesellschaft ab. ;-)
Bedenke, dass Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
Dalai Lama
Hallo bogo! SChön, dass du wieder da bist :-) und danke für die Infos! Es scheint also tatsächlich Handlungsbedarf zu bestehen...
Wenn sie ein "Bindeglied" sein sollte, es dort drin also auch rechtsextreme Positionen gibt- was kann man gegen das Auslegen bzw. gegen den Verkauf dieser Zeitschrift tun?
Wenn in der Zeitschrift keine rechtswidrigen Meinungen vertreten werden kann man garnichts gegen den Verkauf tun. Noch herrscht in der BRD Pressefreiheit.
Ich konnte übrigends- auch aufgrund der Tipps von bogo - neulich meinen türkischen Zeitschriftenverkäufer davon überzeugen, die Zeitschrift aus dem Sortiment zu nehmen. Ihm reichte offenbar ein Blick in die letzte Ausgabe- die pauschalisierende Art und Weise, wie dort über "den Islam" und über "Ausländerkriminalität" berichtet wurde, fand er ,ähm, nicht so gut.
Sowas nennt man dann Meinungsfreiheit. Linksextremistische Zeitungen wie Junge Welt, Jungle World und Neues Deutschland liegen wie selbstverständlich offen in den Läden. Bei rechts(extremen) Medien fordert man sofort, dass diese entfernt werden. Die Pressefreiheit ist wohl nicht mehr vorhanden.
die pauschalisierende Art und Weise, wie dort über "den Islam" und über "Ausländerkriminalität" berichtet wurde, fand er ,ähm, nicht so gut.
Sind Sie der Meinung, daß es in der BRD keine Probleme mit Ausländerkriminalität und der Integration von Muslimen gibt? Oder soll darüber nur nicht in der Presse berichtet werden?
Und was meinen Sie eigentlich mit "pauschalierender Art und Weise"?
Ghostrider
@Karl-Dieter
Ganz einfach, weil rechtes Gedankengut sich ausschließlich auf Rassismus, Hass und Gewalt bezieht, die NS-Zeit verherrlicht, und den Holocaust leugnet sowie alle Greueltaten der Nazis.
Rechts(extreme) Medien wollen mit ihrem braunen Geschmiere gezielt bestimmte Personengruppen ansprechen und Auflagen verkaufen.
Wer das braune Gesülze in der Hardcore Version haben will, geht ins Internet. Dort gibt es Foren wie z.B. Thiazi.net und andere, wo sich Gleichgesinnte austauschen. Die Meinungsfreiheit dieser Leute bezieht sich u.a. der Aufforderung zum Töten aus niederen Beweggründe. Da wird die letzte Hemmschwelle der Gewalt legitimiert und schöngeredet. Wie mögen Jugendliche die das lesen wohl damit umgehen?
Hier hört die Meinungsfreiheit für mich auf.
Übrigens stehen die Server im Ausland, damit man die deutschen Verfasser gerichtlich nicht belangen kann.
Der Nationalsozialismus war eine Diktatur und somit demokratiefeindlich. Da gab es keine Meinungsfreiheit.
Warum sollte die Demokratie den ewiggestrigen Holocaustleugnern Meinungsfreiheit gewähren?
http://thiaziwatch.wordpress.com/2008/12/28/h...
Ghostrider
Ein Hakenkreuz im Hirn erschwert das Denkvermögen!
@dmitri: Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es in diesem blog nicht um die Frage, ob es Probleme mit Ausländerkriminalität und/oder Integration haben. Nur soviel: Rechtsextreme haben keine Lösungen für diese Probleme!
Unter "pauschalisieren" verstehe ich "verallgemeinern". Und das verstellt die Sicht auf die Realität. Ansonsten: Vielleicht blättern Sie mal in der Zeitschrift- dann verstehen Sie mich.
Ghostrider
@Dmitri
Da ich schon 3 Tage auf dieser Welt bin, kenne ich die 50er, 60er und 70er Jahre noch sehr gut. Damals suchte die Industrie im Wirtschaftswunderland händeringend Arbeitskräfte aus dem Ausland, weil Deutsche sich für die Arbeit am Fließband, oder als Müllwerker ect. zu schade waren.
Da waren in den 50er Italiener und Spanier, in den 60er und 70er Jahren Arbeitskräfte aus dem damaligen Jugoslawien und schließlich die Türken willkommen.
Diese Leute haben ihre Lohnsteuer bezahlt und in die Rentenkasse ihre Beiträge einbezahlt, und nahmen am Konsum teil, sehr zur Freude des Einzelhandels.
Jetzt in wirtschaftlich schwierige Zeiten, und steigende Arbeitslosigkeit, ziehen braune Horden durchs Land und schreien "Ausländer raus"!
Würden unsere ausländische Mitbürger dem Ruf folgen und dabei die bis dato einbezahlten Rentenbeiträge gleich mitnehmen, würde das deutsche Rentensystem zusammenbrechen wie ein Kartenhaus. Bei den Krankenkassen würde es nicht besser aussehen.
Wenn ich morgen zum Arbeitsamt gehe und 20 Müllwerker für eine Entsorgungsfirma suche, werde ich unter den Hartz IV Profis kaum Leute für diesen Job finden. Das ist die Realität in unserem Land.
Die deutsche Industrie sucht krampfhaft Fachleute mit entsprechenden Qualifikationen für verschiedene Bereiche in der Elektronik.
Da kaum Deutsche diese Qualifikationen nachweisen können, kommen jetzt verstärkt Leute aus den USA und Japan.
Da kann man der Industrie auch nicht die Schuld geben, das viele Jugendliche nicht mal einen Hauptschulabschluß schaffen. Das Arbeitnehmer sich nicht weiterbilden ect.
Und das sind genau die Leute, die im Glauben leben, Ausländer würden ihre Jobs wegnehmen.
Da ist doch Rassismus völlig deplatziert.
Was die Integration der Muslemen in Deutschland betrifft, so sind das grundverschiedene Jahrtausende alte Kulturen und Religionen. Für diese Leute ist es auch sehr schwierig mit unserer Kultur klar zu kommen. Ich persönlich respektiere fremde Kulturen, das ist auch ein Zeichen von Weltoffenheit, und habe bis jetzt immer erlebt, das "Fremde" meine Kultur respektiert haben.
Als Fremder bin ich gekommen, als Freund fällt es mir schwer zu gehen.
Eine Erfahrung, die ich in ferne Länder gemacht habe.
Ghostrider
Ein Hakenkreuz im Hirn erschwert das Denkvermögen!
Hallo, wir möchten die Nutzer bitten, beim eigentlichen Thema der Frage zu bleiben. Vielen Dank! Moderator_JW
@Ghostrider
Ihre Ausführungen haben nichts mit dem Thema zu tun. Hier geht es darum ob eine Zeitung bestimmte Meinungen vertreten darf, die, wie ich mal annehme, nicht gegen das geltende Strafrecht in der BRD verstossen.
@er nu wieder
Ich werde heute versuchen mir ein Exemplar dieser Zeitschrift zu kaufen. Obwohl das hier im rot-grünen Göttingen nicht so einfach sein dürfte. Von daher vielen Dank für den Tipp.
@Ghostwriter:
Im Eingangspost wurde die Frage aufgeworfen, was man gegen den Verkauf dieser Zeitung tun kann. Darauf kann jeder Demokrat nur antworten: Gar nichts!! Solange das Magazin keine Rechtsbrüche begeht, und alle Äußerungen im Rahmen des Grundgesetzes liegen, darf man die Verbreitung nicht unterbinden. Wo kämen wir denn dahin, wenn wir verhindern würden, dass in Deutschland Zeitungen veröffentlicht und verbreitet werden? Das öffnet Tor und Tür für die Abschaffung der Meinungsfreiheit.
Wo bei Ihnen die Meinungsfreiheit aufhört, ist dabei vollkommen irrelevant. Solange die Gerichte kein Verbot ausspricht, ist diese Publikation legal und darf verkauft werden.
ZUERST hat im Internet eine Online-Seite. Dort habe ich heute ein wenig gestöbert.
Meiner Meinung nach ist es absurd die Macher in eine rechtsextreme Ecke zu drängen. Allein schon deshalb, weil dort auch seriöse Wissenschaftler zu Wort kommen, wie z.B. der Euroskeptiker Dr. Bruno Bandulet.
Ich lese in dieser Zeitung rechts-konservative Meinungen, ähnlich wie in der Jungen Freiheit.
Hallo er nu wieder,
Ich war nie weg, so wie manch andere hier. ;-)
@Karl-Dieter, verlangen kann man vieles, geschehen wird aber nichts. Denn Meinungsfreiheit gilt für alle und sie können nicht behaupten, dass diese Zeitschriften verboten wurden und dafür Linke Medien nicht.
Was aber ein Zeitschriftenhändler, aus dem eigenen Ermessen heraus mit solchen Zeitschriften macht, ob er sie verkaufen will oder nicht, ob er drauf rumtrampeln will oder nicht, ob er sie als Klopapier benutzt oder nicht, ist immer noch seine persönliche Freiheit, wenn er sich nicht grade vertraglich dazu verflichtet hat sie zu verkaufen.
So sind die Gesetze und die gelten für rechts, links, gradeaus oder sonst was.
Wenn rechts oder linksextreme Inhalte zu Gewalt auffordern oder die Zeitschriften verbotene Inhalte, wie die Holocaustleugnung enthalten, dann gehört eine solche Zeitschrift natürlich verboten. Oder wollen sie das ihre Kinder so etwas in die Finger bekommen und sich aufgrund der Inhalte zu Gewalt gegen andere Menschen aufgefordert fühlen.
Bedenke, dass Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
Dalai Lama
Ghostrider
@Dmitri
@Karl-Dieter
In Bezug auf die Zeitschrift "Zuerst", was kann man als Demokrat tun, unter Wahrung der Rechte auf freie Meinungsäußerung, gleich gar nichts, kann man so nicht stehen lassen. Das wäre ja zu einfach, und gleichzeitig eine Resignation vor dem Rechtspopulismus der zunehmend die interlektuellen Schichten der Bevölkerung erreichen möchte.
Man muß aufklären. Wer ist der Herausgeber, wer sind die Autoren und welches Ziel verfolgen die "freien" Journalisten, und nicht zuletzt welche Personengruppen sollen damit angesprochen werden?
Auch Dr. Bruno Bandulet versucht unsichere Kapital Anleger mit seinem Wissen über Internationale Finanzmärkte aufzuklären. Ob dadurch Kapital besser angelegt werden kann, bleibt noch dahingestellt.
Mehr zum Thema "Zuerst", zu Dr. Bruno Bandulet und andere Leute gibt es hier:
http://www.antifa-west.org/x05nazis/freier_be...
(...)
http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Freiheit
Ghostrider
Ein Hakenkreuz im Hirn erschwert das Denkvermögen!
Hallo, wir haben einen der von Ihnen geposteten Links entfernt, da wir keine Verlinkungen zu rechten Seiten - auch zu Veranschaulichungszwecken -wünschen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Moderator_JW
Ich sehe das Blättchen als Versuch, im Bermudadreieck von Rechtskonservatismus, Rechtspopulismus und Neonazismus ein Nachrichtenmagazin ala Spiegel oder Focus zu etablieren.
Administrativ kann man dagegen wenig unternehmen. Und das ist auch gut so.
Bleibt nur, sich damit kritisch auseinandertzusetzen und dafür zu sorgen, dass dieses Blättchen mangels Leserschaft und Anzeigenkunden zum Eurograb verkümmert.
Schau ich mir wiederum die Themen an, kann man da frohen Mutes sein. Eher sehe ich über denen den Pleitegeier kreisen, als einen rechten think tank entstehen.
@ Aufklärung mit einer Antifa- Seite? Na, viel Spaß dabei Rechtsextremismus mit Linksextremisten bekämpfen zu wollen.
@Atze:
Wenn man die Titelgeschichte zum ersten Heft anschaut, fällt es sehr schwer zu sehen, ob man nun bei der "jungen Welt" oder bei der "Zuerst" ist. Die Anti- Globalisierung Hetze kann man ja links wie rechts sehen.
Grundsätzlich ist dieses Blatt ein Versuch, Themen aus der Jungen Freiheit und der Deutschen Stimme in ein Format der WELT zu bekommen. Und nicht anders, als mit diesen beiden Blättchen ist zu verfahren. Man kann den Vertrieb über den Verlag informieren und eine Stellungnahme zum Beispiel zur Person Munier einfordern. Kommt nichts konkretes, dann kann man davon ausgehen, dass der Vertrieb sehenden Auges Rechtsextreme Propaganda verteilt, und entsprechend ist dann auch dieser Vertrieb einzuordnen.
Ebenso wie Atze sehe ich dort ebenfalls den Pleitegeier, wobei ich glaube, dass man eine überdurchschnittlich lange Durststrecke eingeplant hat, da dieses Blättchen ja zurecht auf Widerstand stößt. Damit wird man gerechnet haben.
--
Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.
Hallo Karl-Dieter,
es macht wenig Sinn, pauschalierend alle Antifa-Gruppen über einen links"extremistischen" Kamm zu scheren. In ihrem Kernkompetenzbereich leisten die alle zunächst mal sinnvolle und nützliche Arbeit.
Der schwammige Begriff der Globalisierung wiederum beschreibt ein sehr komplexes und vielschichtiges Phänomen, dass vor allem neue Probleme beinhaltet, für die erst noch Lösungen zu entwickeln sind. Simple Schubladisierungen wie "böse" Globalisierungsgegner und "gute" -befürworterhelfen da nicht vielweiter.
Das sich die intellektuelle Rechte auf dieses Thema stürzt, ist eigentlich zu erwarten gewesen.Die mit der Globaliierung einhergehende Relativierung des Nationalen als Quelle aller unerwünster Entwicklungen auszumachen, ist einfach zu verlockend. Gewisse Konvergenzen zwischen traditionslinken Proletkultlern und Neuer Rechten sind dabei allerdings wirklich nicht komplett von der Hand zu weisen...
Aua. Jetzt habe ich mir mal gerade den Internetauftritt von dem Blatt angeschaut. Das ist ja noch viel schlechter, als ich vermutet habe. Viel zu hausbacken und zu sehr auf die Bedienung der rechtsradikalen Klientel orientiert. Eine Totgeburt. Bin malneugierig, wann da die finanzielle Reißleine gezogen wird. Den Sommer werden die so nichterleben.
Eigentlich wollte ich mal theoretisch deren Möglichkeitsraum ausleuchten. Aber jetzt werde ich einen Dreck tun und denen auch noch Fingertipps geben... :-)
Ghostrider
Hier noch eine Ergänzung zum Thema "Zuerst".
Auch bei 3 SAT hat man sich dieses Thema angenommen. Auch hier wird "Zuerst" als "Rechtspopulistisch" richtig eingestuft. Auch der Verfassungsschutz beobachtet den Inhalt. Der Verfassungsschutz täte das nicht ohne Grund.
Dazu noch das Video zur Sendung hier:
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitege...
Auch wenn man versucht, den braunen Müll hübsch zu verpacken, Müll bleibt Müll. Ob mit, oder ohne Schleifchen.
Auf Bloggs diesbezüglich, konnte ich feststellen, das mittlerweile viele das auch so sehen.
Ghostrider
Ein Hakenkreuz im Hirn erschwert das Denkvermögen!
@Atze
Eine Totgeburt. Bin malneugierig, wann da die finanzielle Reißleine gezogen wird. Den Sommer werden die so nichterleben.
Na sehen Sie. Wozu dann diese ganze Aufregung?
Moin Dimitri,
na so groooß ist die Aufregung ja nun auch wieder nicht. Allenfalls in der rechten Szene selber. Wenn du die von Bogo eingestellten links überprüfst, wirst du feststellen, dass sich Zuerst! und Junge Freiheit - sicher nicht völlig grundlos - als Konkurrenzprojekte betrachten und entsprechend miteinander umgehen. Dieses eifersüchtelnde Wechselseitigkeitsbashing wird als Sargnagel wohltuender Weise zur fachgerechten Entsorgung dieser publizistischen Totgeburt beitragen.
Artikel, die man heutzutage in der Zeitschrift ZUERST liest, wurden vor 20 - 30 Jahren in der WELT oder auch in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN veröffentlicht. Diese beiden Zeitungen haben damals das rechtskonservative Spektrum abgedeckt. Die FRANKFURTER RUNDSCHAU und die SÜDDEUTSCHE waren linksliberal, die ZEIT liberal und bei der TAGESZEITUNG handelte es sich wirklich um ein links angesiedeltes Blatt.
Natürlich gab es auch damals schon die DEUTSCHE NATIONALZEITUNG auf der Rechtsaussen-Position und das (inzwischen verschwundene) KOMMUNISTISCHE VOLSBLATT des maoistischen KBW.
Mir ist aufgefallen, dass in den letzten Jahren eine immer stärkere Nivellierung stattgefunden hat. Heute ist es praktisch egal ob man die FAZ oder die SÜDDEUTSCHE liest. Auch der SPIEGEL ist nicht mehr das, was er mal war.
Besonders seit dem 11.09.2001 beobachte ich diese Entwicklung verstärkt. Ich vermute, daß man eine öffentliche Diskussion über gewisse Themen nicht wünscht. Zeitschriften, die sich nicht daran halten, oder auch bestimmte Internetseiten, werden dann in eine ideologische Ecke geschoben und der Sympathie mit Nazis bezichtigt.
Ich finde das eigentlich schade. Jeder sollte sich frei informieren können.
Hallo Dimitri,
wenn ich von deinem etwas uneleganten Ausrutscher Richtung verschwörungstheoretischen Abseits mal absehe, kann ich deiner Beobachtung nur beipflichten.
Der Konservatismus im Allgemeinen und der Rechtskonservatismus im Besonderen haben fertig, befinden sich seit längerem in der Krise und nähern sich dynamisch der weitgehenden politischen Bedeutungslosigkeit an. So ist auch der Abstieg der SPD nicht einfach nur auf den Aufstieg der Linken zurückzuführen, sondern auch auf eine schleichend voranschreitende Sozialdemokratisierung der Merkel-CDU. Der wiederum wandert der Wirtschaftsflügel allmählich zur FDP ab.
Tübe Zeiten für den (Rechts-)Konservatismus, den nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch des sog. Sozialismus eigentlich keiner mehr braucht, um die Herausforderungen der Globalisierung zu meistern. Der ist vielmehr davon betroffen, von der Geschichte auf das Abstellgleis einer Sonderdeponie für politischen Müll befördert zu werden.
Zuerst! ist insoweit tatsächlich der Versuch, die Scherben dieser politischen Richtung zusammenzukehren und neu zusammenzusetzen. Aber ob es für diesen geflickten Schrott noch ausreichend zahlungskräftige Nachfrage gibt? Ich bin da skeptisch... :-)
Häufig ist es so, das eine Zeitung eine Entwicklung nimmt, welche das ist, können wir nach den ersten Ausgaben nicht absehen.
Meine private klare Grenze zwischen akzetabel-rechts und unakzeptabel ist zuerst der Rassismus.
Manchmal denke ich mir sogar, viele Nazis fürchten vor allem eines: eine klare nationale Position, die aber zugleich explizit antirassistisch und antinazi ist!
Die könnten ihnen das Wasser besser abgraben, als jede Antifa (die ich durchaus nicht verteufeln will, ich sehe die Antifa als Gegengewicht zu vielen Neonazis)!
Natürlich gibt es immer Überschiedungen, auch nationale, nicht nazi leser interessieren sich natürlich besonders für deutsche Geschichte, stehen vermutlich (wie viele Linke, aber auch viele Nazis) der globalisierung zurecht sehr kritisch gegenüber.
Wir sollten nicht alle in einen Topf werfen, das nutzt am ende nur den nazis.
Wenn es keine nationale (nichtnazi) Presse gibt, die den nationalen Bereich mit abdeckt, haben die Nazis immer mehr Möglichkeiten nationale Symbole und Kulturstränge/traditionen für sich zu okupieren.
Genauso machen die nazis es ja heutzutge mit dem begriff nat ional, ich traue mich ja schon gar nicht mehr den zu gebrauchen (nur hier unter dem pseudonym focke) weil ich sonst sofort Angst hättte, der sympathie mit den neonazis verdächtigt zu werden, das ist schlichtweg Abschaum, mit denen habe ich nichts am Hut.
Aber ich wünsche mir trotzdem eine Regierung, die sich um die Menschen kümmert, ich bin kein Rassist, ich weiss, das ein Chinese genauso klug und fleissig ist, wie ich - und genau deshalb kann ich in einer globalisierten Welt niemals mit dem Chinesen konkurrieren weil der nur 10 % meines Lohnes bekommt.
Deshalb möchte ich schon Zollgrenzen, die Lohnunterschiede ausgleichen, eine keynsianische Wirtschaftspolitik im Innern.
Ich möchte auch eine Chance haben, einen nützlichen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, das kann ich nicht, wenn ich mit einem Chinesen konkurrieren muss, dann bleibt mir auf lange Frist nur hartz 4.
Wir brauchen schon einen bezug auf unser eigenes land (dazu gehört für mich auch der hier eingewanderte Türke, versteht mich nicht falsch), ein Bezug, der sich auf das eigene land richtet, nicht auf die interessen der konzerne oder der Arbeitsplatzbesitzer (Gewerkschaften).
Verteufelt nicht gleich alles!
Nieder mit den Nazis, damit Deutschland endlich leben kann!
Hallo, wir möchten die Nutzer bitten, beim eigentlichen Thema der Diskussion zu bleiben. Vielen Dank! Moderator_JW
Ich sehe zuerst! eben nicht als rein "konservativ" an- damit hätte ich kein Problem, auch, wenn es nicht meine Meinung ist.
Hier einen spannenden Artikel auf der Seite von 3sat zu der Zeitschrift:
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitege...
Ich darf zitieren: "Das Landesamt für Verfassungsschutz Schleswig Holstein hat das Heft im Blick. Für den Inlandsgeheimdienst stellt das Magazin eine neue Strategie der Rechtsextremen dar, eine neue Qualität rechter Agitation(...)"
Hallo ernuwie,
"rein konservativ" klingt viel harmloser, als es tatsächlich ist... :-)
Interessanterweise buhlen ja gerade die "Junge Freiheit" und "Zuerst!" um jene "konservativen Kreise" der CDU/CSU, die sich thematisch und positionell nicht mehr ausreichend von den C-Parteien repräsentiert fühlen. Innerhalb der CDU hat das wohl auch schon zu einem Positionspapier "gegen den Linksruck" der CDU geführt. Bei beiden Blättern weckt das nicht nur Interesse, sondern auch Begehrlichkeiten... Andererseits zeigt sich, dass diese "konservativen Kreise" ihrerseits zunehmend Bereitschaft zu einem Schulterschluss mit rechteren Positionen entwickeln. Das wiederum halte ich für unvermeidlich. Hat doch der Konservatismus seine staatstragende Funktion als antikommunistische Speerspitze mit dem Mauerfall eingebüßt. Was bleibt also noch für ihn zu tun? Nichts. Na ja, außer halt noch verständnislos-verblüfft dem eigenen Abstieg in die politische Bedeutungslosigkeit beizuwohnen. Und eben nutzlose Versuche zu starten, diesem Trend entgegenzuwirken. Zuerst! ist halt so einer... :-)
Hat doch der Konservatismus seine staatstragende Funktion als antikommunistische Speerspitze mit dem Mauerfall eingebüßt. Was bleibt also noch für ihn zu tun? Nichts. Na ja, außer halt noch verständnislos-verblüfft dem eigenen Abstieg in die politische Bedeutungslosigkeit beizuwohnen. Und eben nutzlose Versuche zu starten, diesem Trend entgegenzuwirken. Zuerst! ist halt so einer... :-)
Ich bin schon recht gespannt auf die aufziehende konservativismusfreie Epoche. Aktionen gegen "Zuerst" sind allerdings sinnlos, wenn die Konservativen bald ausgestorben sind.
Hallo Rosa,
na auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten muss man den Konservatismus noch nicht direkt setzen. Aber der Wirbel um die neue muslimische Ministerin in Niedersachsen macht nicht nur das deutlich, sondern eben auch, dass die Bedeutung des Konservatismus beständig abnimmt. Gerade die "Linksentwicklung" der Unionsparteien ist derzeit ein beliebtes Thema von "Zuerst!" und "Junger Freiheit".
Was sicher Eindruck auf den Händler macht, ist mit Boykott seines Geschäftes drohen, wenn er die Zeitschrift nicht aus dem Sortiment nimmt bzw. nicht in die hinteren Ecken verfrachtet. Am Besten noch ein paar Freunde bitten das Ganze noch einmal dem Händler zu verklickern.
http://npd-blog.info/2010/02/04/zuerst-102/
den bericht find ich recht interessant.
auch die seite an und für sich informiert ganz gut über nationalsozialisten und deren inhumane ziele. sie verdeutlicht auch, mit welchen (zugegebenermaßen leider sehr geschickten mitteln) die rechtsextreme szene versucht, immer weiter in die gesellschaft vorzurücken und sie zu manipulieren.
sollte dieses magazin wirklich bald in den meisten supermarkt-regalen auftauchen, ist das beste, was man tun kann, einfach nur andere magazine zu kaufen (z.b. den spiegel o.ä.) und ein braunes medium wie dieses nicht auch noch finanziell zu unterstützen.
Ich habe in den letzten Tagen mit ein paar Zeitschriftenhändlern gesprochen: Einer war ziemlich geschockt, was für eine Ideologie hinter dem "Nachrichtenmagazin" steckt und hat mir zugesichert, er könne nicht garantieren, dass "dummerweise immer was vor der Zeitschrift landet".
@ franz: schön, dass Du auch mit Zeitschriftenhändlern gesprochen hast und sie überzeugen konntest! Wir werden also mehr! :-)
Ich habe - wie beschrieben- bisher auch überwiegend positive Erfahrungen mit den Händlern gemacht. Die Meisten wussten einfach nicht, was das für eine Zeitschrift ist und waren erstaunt/erschrocken. Gleichzeitig haben Sie sich aber zumeist sofort bereit erklärt, die Zeitschrift aus dem Sortiment zu nehmen. Ich glaube, dadurch, dass die Zeitschrift relativ neu ist, wissen die meisten Händler einfach nicht, was das für ein Blatt ist.Deswegen sind der Austausch an Informationen hier und die Aufklärung über das Blatt auch so wichtig!
Ich habe "zuerst!" jetzt auch schon in mehreren Supermärkten gesehen. Wie gesagt: viele wissen einfach nicht, was das für ein Blatt ist. Aber in Supermärkten ist es meiner Erfahrung nach schwieriger, einen richtigen Ansprechpartner zu finden. Hat jemand da schon Erfahrungen?
Im Supermarkt kann man das Gespräch mit dem Filialleiter suchen.
Ich habe leider bei anderen Zeitungsverkäufern weniger Erfolg gehabt: Einigen ist das völlig egal und andere berufen sich auf Verträge oder die Pressefreiheit oder darauf dass sie ja auch linke Zeitschriften anbieten.
Deshalb habe ich eine neue Vorgehensweise: Freunde aufklären und in den Läden andere Zeitschriften vor die rechten Blätter wie "zuerst!" oder "Deutsche Geschichte" zu legen.